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Funk-Steckdosen-Steuerung mit Linux Control-X1

Öfters stellt sich die Frage, wie man denn am besten „230V-Verbraucher“ mit Linux schalten könnte. Da „Basteln mit Netzspannung“ nicht jedermanns Sache ist (Und bitte, liebe Kinder, probiert das nicht zu Hause aus) habe ich einen alternativen Vorschlag, der bereits fertige Netzschalter verwendet, welche mit einer Funkfernbedienung über Linux geschaltet werden können.

Beschreibung

Die Funktionsweise besteht darin den Handsender einer Funkfernsteuer-Steckdose mit einer „Linux-Hardware“ zu verbinden und über diesen die Funk-Steckdosen anzusteuern. Dadurch entsteht eine netzwerkfähige Linux-Funk-Steckdosensteuerung.

Im Handsender kommt ein Schaltkreis vom Typ HX2262 zum Einsatz:

HX2262 is a remote control encoder for encoding signals to be decoded by the HX2272 Remote decoder circuit. It encodes data and address pins into a serial coded waveform suitable for RF or IR modulation. HX2262 has a maximum of 12 bits of tri-state address pins providing up to 531,441 (or 312) address codes; thereby, drastically reducing any code collision and unauthorized code scanning possibilities. http://www.yggenyk.dk/wiki/HX2262_Remote_encoder_circuit

Blockschaltbild

Das Linux Modul steuert über i2c einen I/O Expander an und dieser einen ULN2003 Treiberbaustein. Dieser steuert den Handsender IC HX2262 an. Der Handsender funkt über 433 Mhz die Steckdosen an. Die Steckdosen Empfangen die Signale und schalten je nach Befehl den angeschlossenen Verbraucher ein oder aus.

Hardware

Zutaten

  • ME9210 Linux Modul
  • i2c I/O Expander
  • ULN2003 Treiber
  • Handsender Typ HX2262
  • DC/DC Wandler 12V → 3,3V
  • 12V Steckernetzteil
  • Printplatte

Nachbau

Wer lust zum Nachbau hat kann sich im Downloadbereich den Schaltplan und die Software besorgen (Open-HW & Open-Source). Wem dazu die Zeit oder das können fehlt kann sich im Shopbereich ein fertig aufgebautes Devkit sammt Steckdosen besorgen.

Software

Auf dem eingebauten Linux-Modul läuft die Linux Distribution DigiEL. Die Bedienung der Steuerung und das Verändern der Einstellungen erfolgt über einen Webbrowser. Für SmartPhones und Tabletts stehen eigene Mobile-Seiten unter „/mobile“ oder „/mobile2“ zur Verfügung. Weiters ist ein SSH-Server aktiviert. Die Steuerung lauft über IPv4 und IPv6. Für eigene Experimente steht noch Platz im JFFS2 RootFS zur Verfügung.

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Auf dem Linuxboard ist eine 3,3V Serielle Schnittstelle vorhanden. Über diese kann mittels UBoot und eines TFTP Servers der Kernel und das Rootfs neu eingespielt werden. Mittels ssh kann auf das Filesystem zugegriffen werden. Das Rootfs ist als JFFS2 Image im Flash gespeichert.

Git-Repo: https://github.com/osdomotics/osd-control-x1

Download

Medien

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de/projekte/control-x1.txt · Zuletzt geändert: 2012/09/11 13:48 von harald42